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Verband der Pony- und Pferdezüchter Hessen veranstaltet Bundesjungzüchterwettbewerb 2007 im Dillenburger Landgestüt
Zu den Ergebnissen der Altersklasse I
Zu den Ergebnissen der Altersklasse II
Gesamtergebnisliste nach Verbänden
Alle Fotos: Andreas Rogocz
Nach dem erfolgreichen Abschneiden der Jungzüchtermannschaft des Verbandes der Pony- und Pferdezüchter Hessen beim letztjährigen Bundeswettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern, von dem die Hessen als drittbeste Mannschaft in der Gesamtwertung nach Hause kehrten, wurde der hessische Zuchtverband von der FN mit der Ausrichtung des diesjährigen Wettbewerbs betraut.
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So wurde das veranstaltungserfahrene Hessische Landgestüt Dillenburg Austragungsort des 11. Bundesjungzüchterwettbewerbs, der vom 6. bis 8. Juli stattfand.
Erstmals gingen neben den Mannschaften der deutschen Pferdezuchtverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg-Anhalt, Hannover, Holstein, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Oldenburg, Rheinland, Rheinland-Pfalz-Saar, Sachsen-Thüringen, Westfalen und Trakehner auch zwei ausländische Mannschaften aus Dänemark und Irland an den Start, um im Vierkampf aus Theorie, Freispringen, Pferdebeurteilung und Vormustern auf der Dreiecksbahn die besten Jungzüchter „Deutschland international“ zu ermitteln. |
Große Spannung herrschte beim Mustern der zugelosten Pferde und Ponys auf dem Paradeplatz des Landgestüts in Dillenburg.
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Bei der Pferdebeurteilung wurden die hippologischen Kenntnisse der Teilnehmer geprüft.
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Erstmalig konnte der Bundesjungzüchter-wettbewerb mit internationaler Beteiligung durchgeführt werden. Je ein Team aus Dänemark und Irland (Szenenfoto) bereicherten die gesamte Veranstaltung.
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Intensiv wurde am Rande des Geschehens über die gute Qualität der ausgewählten Pony- und Warmblutstuten diskutiert. V. l.: Klaus Biedenkopf, Vorsitzender Kurt Hillnhütter, Andreas Müller, Malte Hoffarth und Zuchtleiter Florian Solle. |
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Der Bundesvorsitzende Hendrik Fiegel bedankte sich bei den Organisatoren Kurt Hillnhütter und Klaus Biedenkopf für tolle Bedingungen. |
Dafür standen ihnen rund 50 Pony- und Warmblutstuten zur Verfügung, die von Klaus Biedenkopf, Geschäftsführer des hessischen Pony- und Pferdezuchtverbandes sowie von Zuchtleiter Florian Solle und den unermüdlichen Helfer aus der hessischen Züchterschaft „rekrutiert“ wurden.
"Erbarmen - zu spät - die Hesse komme!" Mit dem Schlachtruf der Rodgau Monotones auf ihren knallroten T-Shirts war die Jungzüchtermannschaft des Verbandes der Pony- und Pferdezüchter Hessen in Dillenburg nicht zu übersehen und, wie Insider berichteten, beim Feiern auch nicht zu überhören.
Unter Leitung ihrer erfahrenen Mannschaftsführerin und Jungzüchterbeauftragten Claudia Hoffarth vertraten Jennifer Grieb, Theresa Gödel, und Eileen Nicolai in der Altersklasse I (14 bis 18 Jahre) und Lisa-Maria Kubetz, Franziska Becker, und Dina Kuschka in der Altersklasse II (19 bis 25 Jahre) die hessischen Farben. Unterstützt wurden die beiden Mannschaften durch die Reservisten Malte Hoffarth und Christina Dörr, die nicht nur bei der Peitschenführung glänzten.
Gleich nach dem Eintreffen und der Begrüßung ging es bereits am Freitagnachmittag für die Teilnehmer mit der theoretischen Prüfung los.
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Stolz war die Mannschaftsführerin Claudia Hoffarth auf Ihre Mädels, die von Heiko Schwarz (R+V/VTV) mit Ehrenpreisen bedacht wurden.
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in der Altersklasse I überzeugten
Jennifer Grieb ... |
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Theresa Göbel ... |
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und Ellen Nicolai mit sehr
guten Resultaten |
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| In der AK II konnten Lisa Kubetz |
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... Franziska Becker ... |
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und Dina Kuschka sogar die Bronzemedaille gewinnen |
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In der Altersklasse I erreichte in der Theorie Eileen Nicolai als Neunte einen Platz unter den ersten Zehn, während bei den älteren Jungzüchtern mit Dina Kuschka, Lisa-Maria Kubetz und Franziska Becker gleich das ganze Hessen-Team mit brillantem Wissen aufwarten konnte. Gemeinsam mit Verena Hermann (Sachsen-Thüringen) und Georgia Schulze-Lefert (Westfalen) sicherten sich die drei den Sieg in dieser Teildisziplin. Nach der Theorie stand für die Jungzüchter das Freispringen auf dem Programm. Hierbei waren bei den vom Dillenburger Sattelmeister Ingo Rüsen geschickt ausgewählten Pferden (das Spektrum reichte vom echten „Kracher“ bis zum mäßig talentierten „Hüpfer“) die Gangarten Trab und Galopp sowie Springmanier und Springvermögen zu bewerten. Platz drei für die „jungen“ Jennifer Grieb und Platz acht für Eileen Nicolai waren die Ausbeute für den hessischen Ponyzüchterverband, ihre älteren Kameradinnen landeten in dieser Teilprüfung im Mittelfeld.
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Nach fröhlicher Jungzüchterfete und einer für einige Teilnehmer nicht allzu langen Nacht stand am nächsten Morgen auf dem großen Paradeplatz des Landgestüts neben der Pferdebeurteilung die „Königsdisziplin“ Vormustern auf dem Programm. Offensichtlich hatte der Wettergott die Stoßgebete von Klaus Biedenkopf erhört („Alles, nur kein Sturm, Regen, Hagel, Schnee oder Glatteis“) und ließ alle Zwei- und Vierbeiner im Trockenen stehen.
Nachdem die Mannschaften per Los ihre Vorführpferde ermittelt hatten, ging es auf dem Paradeplatz gleich auf zwei Dreiecksbahnen parallel los: auf der einen wurde gemustert, auf der anderen beurteilt. |
Viel Lob gab es von offizieller Seite, hier
von Dr. Klaus Miesner von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. |
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Bei der Pferdebeurteilung ging es um die Bewertung von drei Pferden nach den in der Zuchtbuchordnung verankerten Beurteilungskriterien. Hier schlugen sich die beiden hessischen Teams tapfer, blieben aber unplatziert. Besser lief es dann beim Vormustern. Bei dieser Disziplin geht es um die geschickte und korrekte Vorstellung des Pferdes auf der Dreiecksbahn. Geschickt und korrekt bedeutet: sicheres Aufstellen, fleißiger und gerader Schritt, taktsicherer Trab ohne angaloppieren (hier ist das Einfühlungsvermögen des Peitschenführers gefordert) sowie geschicktes Wenden und Wiederhinstellen.
Foto links:
V. l.: Richter Christoph Brückmann, Uwe Xanke, Leiter des Landgestüts, und Dr. Klaus Miesner (FN). |
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Insgesamt soll die gesamte Vorführung durch ein harmonisches Miteinander von Vorführer und Pferd geprägt sein. Allein die praktische Umsetzung dieser Anforderungen ist schon schwierig genug, bei dem Bundeswettkampf kommt aber noch erschwerend hinzu, dass die Teilnehmer die vorzustellenden Pferde bzw. Ponys nicht kennen und vor der Musterung nur fünf Minuten Zeit haben, sich auf dem Vorbereitungsplatz auf „ihren“ Vierbeiner einzustellen. Und nicht immer waren die Pferde so problemlos zu handhaben wie die beiden Stuten Donna Paloma K (Besitzer: Sigrid Kraft, Kirchhain) und Gwen (Besitzer: Cordula Mohs, Pohlheim), die mit einem Sonderehrenpreis als beste Vorführpferde des Wettkampfes geehrt wurden. Das Fazit dieser Teilprüfung aus Hessensicht: zweimal Platz neun durch Theresa Gödel (Altersklasse I) und Dina Kuschka (Altersklasse II).
„Für mich war heute das Richten vom Feinsten, weil die Vorführkünste aller Teilnehmer auf sehr hohem Niveau lagen.

Großer Jubel bei der Gesamtsiegermannschaft aus Westfalen. |
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Besonders die „kleinen“ Hessen haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich im Reigen der „großen“ Zuchtverbände wie Hannover oder Westfalen ausgezeichnet schlagen können. Durch die Bank weg haben sie sehr professionell ihre Aufgabe erledigt und sich mit ansprechenden Vorführungen richtig gut verkauft“, beurteilte Christoph Brückmann, Gestütsleiter und Mitglied des Dillenburger Richterteams, die Leistungen der beiden hessischen Teams auf der Dreiecksbahn, die unter dem lautstarken Jubel ihrer Fangruppe mit einem vierten (Altersklasse I) und einem dritten (Altersklasse II) Platz in der Mannschaftswertung belohnt wurden. |
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Auch in der kombinierten Einzelwertung waren die Hessen oben mit dabei: In der Altersklasse I kam Eileen Nicolai auf Platz sieben, während Theresa Gödel und Jennifer Grieb sich Platz zwölf teilten. In der Altersklasse II erreichte Franziska Becker sogar den fünften Platz, noch vor ihren Konkurrenten aus Westfalen und Hannover, gefolgt von Dina Kuschka auf Platz zehn und Lisa-Maria Kubetz an siebzehnter Stelle.
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Zum Abschluss der Veranstaltung gab es die obligatorische Überreichung der Ehrenpreise, deren Höhepunkt die Ehrung des Einzel- und Mannschaftschampions über alle Wettbewerbe und Altersklassen war.
Aus den Händen der Ehrengäste Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer Bereich Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (der kurzentschlossen noch in Dillenburg die Austragung des 12. Bundesjungzüchter-wettbewerbs an den Holsteiner Verband vergab), Dr. Erhard Heinz, Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz und „Hausherrn“ Landstallmeister Uwe Xanke, dem, wie KlausBiedenkopf ausdrücklich betonte, ganz besonderer Dank gebührte für die hervorragenden Gastgeberqualitäten seines Gestüts, nahmen die Westfalen den überdimensionalen Pokal für den Gesamtsieg in der Mannschaftswertung entgegen.
Silber ging an Bayern, Bronze an Hannover. Mit nur einem einzigen Punkt Rückstand auf Hannover folgten die Hessen auf dem undankbaren vierten Platz. Ins Hessenland ging jedoch der Einzeltitel des besten deutschen Jungzüchters, allerdings nicht an die heimischen Ponyzüchter, sondern „nur“ an einen befreundeten Verband: Jungzüchter-Bundeschampionesse 2007 wurde die aus Hessen stammende Annika Lutz vom Trakehnerverband, deren Sieg minutenlang auf dem Dillenburger Paradeplatz den Elch toben ließ.
Gemeinsam auf den zweiten Platz kamen Lukas Kückelhaus aus Westfalen und Verena Hermann aus Sachsen-Thüringen, die sich die Silbermedaille teilten.
Beste Jungzüchterin des hessischen Pony- und Pferdezüchterverbandes wurde Franziska Becker, die gemeinsam mit Sabrina Sgodzaj vom Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar in der Gesamtwertung einen hervorragenden achten Platz belegte.
Als beste Peitschenführer der Veranstaltung wurde Kristine Nielsen (DK) und Hannes Johannsen (Holstein) mit einem Sonderehrenpreis ausgezeichnet.
Nachdem (fast) alles vorbei war lediglich die heiße, lautstarke und lange Disco-Nacht bis in die frühen Morgenstunden stand noch aus konnte sich endlich auch das Organisationsteam um Geschäftsführer Klaus Biedenkopf und Verbandsvorsitzenden Kurt Hillnhütter entspannt zurücklehnen und gemeinsam mit ihren rührigen Helfern aus dem Dillenburger Landgestüt die vielen Komplimente, die sie von allen Seiten für die rundum gelungene Veranstaltung bekamen, genießen.
Dairine O’Connor vom Irish Horse Board brachte es auf den Punkt: „It was great!“
Brigitte Rotter |
| Platz drei ging an das Team aus Hannover. |
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| Gruppenbild der Einzelsieger. V. l.: Lukas Kückelhaus, rechts die Gesamtsiegerin Annika Lutz sowie die drittplatzierte Verena Hermann. |
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| Der Bundessieger der AK I Lukas Kückelhaus erhält den Ehrenpreis der FN von Dr. Miesner. |
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| Jungzüchter Bundeschampionesse Annika Lutz aus Hessen holte den Siegerpokal für den Trakehnerverband. |
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Gesamtergebnisliste nach Verbänden
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