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Die Kinder, die in verschiedene Altersklassen eingeteilt waren, rotierten an diesem Vormittag von Gruppe zu Gruppe.
Herr Stuhtmann erklärte das perfekte Einmustern des Pferdes, aber auch das richtige Laufen und die Körperhaltung des Vorführers. Mit und ohne Pferd wurde das Laufen trainiert. Jeder Einzelne erhielt wertvolle Tipps für seine Körperhaltung und sein Laufvermögen.
Später mit Pferd gab es ebenfalls viele Hinweise, damit man bei kommenden Wettkämpfen punkten kann. Immer wieder wurde an der Körperhaltung gefeilt und Anhaltspunkte für korrektes Durchparieren und Aufstellen gegeben. Im Wettkampf und bei jeder Art von Stuten- bzw. Hengstschau sollte man das jeweilige Pferd bestmöglich und verkaufsfördernd präsentieren. Das Gesamtpaket muss stimmen.
Kalt wurde den Aktiven an dieser Station nicht, immer wieder übten sie Laufen und Haltung und konnten so viel mitnehmen für die kommende Wettkampf- bzw. Schausaison.
An der nächsten Station beschäftige sich Konrad Böth, Vorstandsmitglied im Hannoveraner Verband und im Bezirksverband Hessen, mit der Pferdebeurteilung.
Anhand verschiedener Stuten wurde das Zuchtziel diskutiert und die Noten verteilt. Die Jungzüchter waren eifrig bei der Sache die Pferde zu besprechen und jede Körperpartie, sowie die Grundgangarten zu bewerten. Konrad Böth, der das erste Mal bei einer Jungzüchterfortbildung mitwirkte, war ganz angetan von der regen Beteiligung der jungen Leute.
Die folgende Station war mit dem Thema Freispringen überschrieben. Hier trafen die Kinder auf Klaus Biedenkopf, den Geschäftsführer des Pony- und Pferdezuchtverbandes Hessen, der dieses Thema mit ihnen besprechen wollte. Zunächst wurde über die richtige Ausrüstung für das Pferd gesprochen. Dann auch über die richtige Ausstattung und Vorbereitung der Reithalle.
Wie baut man eine Reihe auf? Welche Sicherheitsaspekte sind zu beachten? Welche Aufbauvarianten habe ich und wie kann ich die Richtige für mein Pferd finden? Welches Pferd benötigt welche Abstände? Welches Hindernismaterial ist nötig? Locker und mit viel Humor wurden die einzelnen Punkte besprochen.
Die Kinder waren mit Eifer dabei und diskutierten die einzelnen Themen. Die Möglichkeiten des Freispringens mit pro und contra wurden erörtert. Lieber anführen, oder freilaufen lassen? Wozu dient das Freispringen? Ab welchem Alter ist es sinnvoll für das Pferd?
Alle diese Punkte wurden mit großer Begeisterung der Teilnehmer besprochen und fleißig erörtert. Anhand von Aufnahmen auf DVD wurde anschließend das Auge geschult. Die Jungzüchter waren schon sehr gut in der Lage, die Aufnahmen zu beurteilen und die Pferde und gezeigten Situationen zu besprechen.
In der Theorie kam keine Langeweile auf und so merkte auch kaum jemand, dass die Zeit wie im Fluge vergangen war und nun schon die nächste Station auf sie wartete.
In der Stallgasse des Pferdezentrums Alfeld begrüßte Birgit Deecke die Teilnehmer. Sie ist aus der Nähe von Celle und auch sie ist seit Jahren mit der Jungzüchterarbeit eng verbunden und darf bei einer guten Fortbildung nicht fehlen. Zum Thema Herausbringen von Pferd und Vorführer kann sie, wie kaum jemand sonst, viele Tipps und Kniffe verraten und somit entscheidend zum positiven Gesamtbild beitragen. Anhand von einigen Pferden wurde das Mähne verziehen und einflechten geübt.
Die Kinder wurden informiert, wie der Schweif noch mehr Volumen bekommt und welches Handwerkszeug man unbedingt braucht, aber auch, welche Dinge gar nichts am Pferd zu suchen haben. Viel Wert wurde auch auf das richtige Zaumzeug gelegt. Welche Trensen eigenen sich und wie sollten sie verschnallt sein? Auch hierbei kommt es wieder auf das jeweilige Pferd an. Alles muss immer rassetypisch sein. Aber gepflegt und sauber ist die Grundvorausseztung, egal bei welchem Pferd oder Pony.
Frau Deecke erläuterte weiterhin das Aussehen eines guten Vorführers und Peitschenführers. Hier sind das perfekte Outfit und der „Pflegezustand“ ebenso entscheidend für eine gute Note der Richter.
Nach der kalten Stallgasse trafen die Gruppen nacheinander in einem warmen Aufenthaltsraum ein, wo Antje Römer-Stauber, Vorstandsmitglied im Bezirksverband Hessen und Vorstandsmitglied im Pony- und Pferdezuchtverband Hessen, sich mit Theorie zum Thema Zucht beschäftigte. Was bedeutet Zucht für uns? Zunächst wurde der Zyklus der Stute besprochen. Dabei wurden Begriffe wie Geschlechtsreife und Zuchtreife besprochen, aber auch Begriffe wie saisonal polyöstrisch, Maidensute etc. Gemeinsam mit den Jungzüchtern wurde der Weg vom Zyklus der Stute, mit den verschiedenen Einflüssen auf den Rossezyklus, über die Trächtigkeit bis hin zur Geburt und deren Ablauf besprochen.
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