Die wichtigsten Stationen im Zuchtjahr sind alljährlich die zentralen Stutbucheintragungen, Fohlenschauen und Hengstkörungen, neben traditionellen oder außergewöhnlichen Zuchtschauen. Auch Leistungsprüfungen, Turniersportprüfungen und Championate sind in vielen Rassen Bestandteil des Zuchtprogramms.
Im Jahr 2008 gab es zunächst eine grandiose Galaschau im Pferdezentrum Alsfeld zum 60jährigen Jubiläum des Ponyverbandes Hessen. Es war eine Demonstration der Vielfalt im Verband, wie sie besser kaum hätte sein können.
Eine Neuerung brachte die Ponyforum GmbH, der auch der hessische Zuchtverband angehört, auf den Weg. Neben den etablierten Verkaufstagen „Ponyforum Open Sales“ veranstaltete sie die erste Auktion für Reitponyhengste in Neumünster, im Rahmen der Hengstkörung des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein. 16 gekörte und acht nicht gekörte Junghengste brachten mit einem Durchschnittspreis von 9.900 Euro und 3.450 Euro gleich ein gutes Ergebnis dieser interessanten, neuen Verkaufsalternative.
Einstieg in die Zucht
Stellvertretend für gute Nachwuchsstuten auf den Eintragungsterminen 2008 sind vor allem Naomi (Haflinger / ZG Stange, Edertal), Nadja (Edelbluthaflinger / Marcus Mihm, Tann), Millstone Valuta (Deutsches Reitpony / ZG Hoffarth, Lohra), Kinzighausen Hazy Harmonie (Connemara / Michael Jaczak, Wächtersbach), Jenna (Fjord / Christian Eitenmüller, Reichelsheim), Lucie (Shetland / Jürgen Wild, Schlitz) und Pia (Deutsches Classic Pony / Fritz Wiegand, Kefenrod) zu nennen. Die besten Leistungsprüfungsergebnisse erreichten die Fjordstuten Gajona (Gesamtnote 8,43 / Alois Desch) und Ljuna (8,05 / Elisabeth und Reinhold Eitenmüller) sowie die Haflingerstute Washington (8,01 / Michael Jakob).
Ein echter Lichtblick in 2008 war die Reitponystute Gleisberg Daila v. Daiquiry-Dornik B aus der Zucht von Werner Elberich, Messel. Sie holte in Warendorf mit Klarissa Liss den dritten Platz im Finale des Bundeschampionats der dreijährigen Reitponys.
Beispielhaft für gute ältere Stuten auf überregionalen Zuchtschauen bleiben vor allem die Connemara- Stute Crystal Jessie (Siegerstute Schönbach, Fam. Quasnitza / Neu Anspach) und die Schwarzwälder Stute Fricka (Siegerstute Usingen, Werner Wagner / Lollar) in Erinnerung.
Siegerhengst der Süddeutschen Körung im Oktober wurde der Welsh A-Hengst Krebsbachtal Etienne (Norbert Langer, Bruchköbel), nachdem der Schwarzwälder Hengst Vulkan (Werner Wagner, Lollar) in der regionalen Hessischen Körung die meisten Punkte gesammelt hatte. Und bei der neu organisierten Fjord-Körung hatte der von Reinhold Eitenmüller gezogene Valon (ZG Scharf) die Nase vorn.
Zum zweiten Mal gab es eine gut organisierte Hengstleistungsprüfung auf der anerkannten Station Rollehof / Erbach. Von insgesamt 16 Teilnehmern erzielten der Reitponyhengst Marienhof´s Voyou (Gesamtnote 8,56 / Gestüt Marienhof) und der Fjordhengst Dexter (Gesamtnote 8,48 / Christian Eitenmüller) die besten Ergebnisse. Ohnehin hatte der Dylan-Sohn Dexter einen Einstieg in die Zucht nach Maß, denn zu der hervorragenden Körung und Leistungsprüfung kam auch noch eine positive Bewertung seines ersten Fohlenjahrgangs hinzu.
In der schon traditionellen Zug- und Fahrprüfung Dillenburg holte der Schwarzwälder Hengst Floris (Frank Schmidt, Schmitten) mit Note 8,03 das beste Ergebnis. Den Staatsehrenpreis des Landes Hessen erhielt die Züchterin Claudia Quasnitza aus Neu-Anspach für zahlreiche Erfolge in der Connemara-Zucht. Ein HBV-Ehrenpreis wurde im Jahr 2008 nicht vergeben.
Auch im neuen Jahr 2009 möge Glück und Erfolg die Pony- und Pferdezüchter in Hessen begleiten.
Florian Solle
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